Essstörung - Ich war dünn und fühlte mich trotzdem nie wohl
Shownotes
Wichtiger Hinweis: Wenn du merkst, dass dich dein Essverhalten stark belastet, hol dir Unterstützung bei einer vertrauten erwachsenen Person, einer Beratungsstelle oder einem Arzt. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.
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00:00:04: Hey, schön dass du da bist.
00:00:06: Dies hier ist dein Ort zum Durchatmen!
00:00:09: Wenn der Kopf voll ist das Herz schwer oder du einfach das Gefühl hast keiner versteht mich so richtig dann bist du hier genau richtig.
00:00:17: Dieser Podcast ist für dich.
00:00:19: wenn du irgendwo zwischen drei zehn und siebzehn bist und das Leben manchmal einfach zu viel ist Dann brauchst du kein Ratgeber sondern jemanden der dich wirklich versteht.
00:00:29: Girls only Quatschen zuhören verstehen ist dein Podcast für alles, was sonst oft verschwiegen wird.
00:00:36: Gefühle, Streit, Liebe, Familie, Körper – Alles was dich wirklich bewegt!
00:00:44: Und falls ihr gerade eine Mama oder ein Papa zuhört?
00:00:47: Vielleicht bekommt ihr heute ein kleines Stück Mehrverständnis für das, was in eurer Tochter gerade passiert.
00:00:53: Ich bin Katrin, Familienberaterin, Zuhörerin mit Herz und die Stimme, die dich durch diesen Podcast begleitet.
00:01:00: Lass uns einfach mal reden.
00:01:12: Esstörung Ich war dünn und ich fühlte mich trotzdem nie wohl.
00:01:18: Heute wird es sehr persönlich!
00:01:20: Ich nehme dich nämlich mit in meine eigene Geschichte, weil ich glaube Ehrlichkeit verbindet mehr als perfekte Worte.
00:01:30: Wenn du an eine Essstörung denkst hast Du vielleicht ein bestimmtes Bild im Kopf Ein angepasstes stilles Mädchen Sehr dün, sehr leise.
00:01:40: Ich war das nicht.
00:01:44: Ich war rebellisch, ich habe Grenzen getestet, ich war laut und ich war auf der Suche.
00:01:51: Mit drei Zehn wog ich viel zu wenig – und trotzdem hätte kaum jemand gesagt, da stimmt etwas nicht.
00:01:57: Im Gegenteil!
00:01:59: Ich bekam Komplimente, du bist so schön schlank wie machst du das nur?
00:02:05: Du hast eine Traumfigur… Und die stand da und dachte wenn ihr
00:02:10: wüstet.".
00:02:12: Denn ich habe mich nie schlank gefühlt.
00:02:15: Wirklich nie!
00:02:17: Im Spiegel habe ich immer gesehen, dass da zu viel ist.
00:02:20: Zuviel oben...zuviel an mir... Objektiv war ich wirklich dünn.
00:02:27: Innerlich habe ich mich groß, falsch und nicht richtig gefühld'.
00:02:32: Und genau da begann meine Essstörung Nicht weil ich Modelmaße wollte Sondern weil ich etwas gesucht habe Wahrscheinlich Liebe Verbindung gesehen werden, nicht nur für mein Aussehen.
00:02:51: Ich frage dich ganz ehrlich Wenn alle sagen du siehst gut aus Fühlt es sich dann wirklich so an?
00:02:59: Oder denkst du trotzdem Die meinen das nur so oder die sehen das falsch?
00:03:06: oder vielleicht wenn Sie genauer hinschauen würden Meine Geschichte war keine gerade Linie.
00:03:13: Es war eine Berg- und Halfahrt.
00:03:16: Phasen von Kontrolle Phasen von Kontrollverlust.
00:03:20: Gewicht runter, Gewicht hoch – nie wirklich zufrieden!
00:03:26: Ich habe mich in keiner Gewichtsklasse wirklich wohlgefühlt.
00:03:30: Nicht dünn genug, nicht richtig gut, nicht sicher genug.
00:03:35: Aber irgendwann habe ich dann verstanden es ging nie um mein Körper.
00:03:40: Es ging um meinen Selbstwert.
00:03:43: Solange ich mich selbst nicht annehmen konnte würde kein Gewicht der Welt mir Ruhe
00:03:48: geben.".
00:03:49: Und ja, das ist nun mal die unbequeme Wahrheit.
00:03:53: Weil es bedeutet – Das Problem liegt nicht auf der Waage!
00:03:57: Es liegt in meinem Blick auf mich.
00:04:01: Ich war kein angepasstes Mädchen Aber ich war suchend.
00:04:06: Ich wollte intensiv leben Ich wollte fühlen Ich wollte verbunden sein Und Essen wurde mein Experimentierfeld.
00:04:15: Wenn ich wenig gegessen habe Fühlte ich mich stark.
00:04:19: Wenn ich die Kontrolle verloren habe fühlte ich mich schwach.
00:04:24: Stolz, charm, stolz, charme.
00:04:29: Vielleicht kennst du ja dieses hin und her?
00:04:32: Ich stelle dir eine Frage – Ja die vielleicht ein bisschen zieht!
00:04:37: Wenn dein Körper morgen perfekt wäre würde dein Kopf dann wirklich Ruhe geben oder würdest du etwas Neues finden?
00:04:46: Ich sag dir das auch ganz offen.
00:04:49: Dieses Thema verschwindet nicht einfach für immer.
00:04:52: Es gibt auch noch bei mir heute Phasen, in denen ich merke wie stark Essen mit Emotionen verknüpft ist.
00:05:00: Stress, innere Unruhe, auch hormonelle Schwankungen im Monat – Überforderung!
00:05:07: Manchmal ist der Impuls zu essen oder nicht zu essen kein Hunger sondern ein Versuch etwas zu regulieren.
00:05:15: und wenn ich heute mit meinem dreizehn- oder vierzenjährigen Ich sprechen könnte würde ich nicht sagen reiß dich zusammen.
00:05:24: Du bist gut so wie du bist.
00:05:25: Lass das!
00:05:26: Dein Körper ist nicht dein Gegner, ernähre dich gesund, nicht perfekt und lerne deine Gefühle anders zu regulieren – zum Beispiel mit Auszeiten, mit Gesprächen, mit Bewegung die Gut tut und die NICHT bestraft.
00:05:43: Mit Grenzen, mit ehrlichem Nein sagen….
00:05:48: Aber mit dreizehn oder vierzehn hatte ich dieses Wissen
00:05:51: nicht.".
00:05:52: Dabei wäre es genau zu diesem Zeitpunkt unglaublich wichtig gewesen, um eine bessere Grundlage für mich und meine Zukunft zu schaffen.
00:06:02: Außerdem kann ich zum heutigen Zeitpunkt sagen dass das Aussehen grundsätzlich zweitrangig ist.
00:06:08: Es ist viel wichtiger glücklich zu sein und Freude am Leben zu haben.
00:06:16: Ich werde dich nicht retten können Und ich werde dir auch keine Zauberformel geben.
00:06:20: Aber ich gebe dir Klarheit.
00:06:23: Erstens Dein Spiegelbild ist nicht neutral.
00:06:28: Dein Gehirn filtert!
00:06:30: Wenn du gelernt hast Fehler zu suchen, wirst du sie definitiv auch finden – das heißt aber nicht dass sie real sind.
00:06:38: Zweitens Kontrolle heilt kein inneres Loch.
00:06:42: Wenn du Liebe suchst, wüsste sie nicht durch weniger Essen finden.
00:06:47: Wenn Du Verbindung suchst wüsst du sie nicht Durch Perfektion bekommen.
00:06:53: Hier kommt ein Gedanke der vielleicht nicht allen gefällt Dünner sein macht dich nicht liebenswerter, und Disziplin macht dich Nicht wertvoller.
00:07:03: Wert ist kein Ergebnis von Verzicht!
00:07:07: Drittens Du darfst fühlen aber du darfst sich nichts zerstören.
00:07:12: Traurigkeit ist erlaubt Wut ist erlaubt Überforderung ist er laubt Dich über Essen.
00:07:18: zu bestrafen ist aber keine Lösung.
00:07:21: Gefühle wollen gefühlt werden – nicht ausgehungert.
00:07:26: Viertens Verantwortung statt Schuld.
00:07:29: Wenn du merkst, dass dein Essverhalten dich bestimmt, dann nimm das ernst.
00:07:34: Nicht dramatisch!
00:07:35: Aber ehrlich zu dir selbst.
00:07:37: Hol die Unterstützung.
00:07:40: Sprich mit deinen Eltern wenn es möglich ist oder mit einer Vertrauenslehrerin Oder einer Schulsozialarbeiterin Mit einer Beratungsstelle oder vielleicht mit deiner Kinder- und Jugendärztin.
00:07:53: Rebellish sein heißt nicht, dass alles allein geschafft werden muss.
00:07:58: Stark sein heißt NICHT nie Hilfe zu brauchen.
00:08:02: Heute weiß ich, mein Körper definiert mich nicht mehr!
00:08:06: Er ist zwar wichtig aber er ist nicht mein Wert und ich wünsche dir das dein Leben größer wird als dein Spiegelbild.
00:08:15: Dass deine ersten Gedanken morgens nicht dein Bauch sind sondern dein Leben, deine Ideen, deine Freundinnen, deine Träume – Das ist möglich!
00:08:26: Nicht perfekt Aber Schritt für Schritt.
00:08:32: Vielleicht denkst du manchmal, wenn du mir zuhörst?
00:08:35: Die hatte bestimmt nie solche Probleme.
00:08:37: Die war bestimmt immer selbstbewusst die wusste bestimmt schon früher wer sie ist.
00:08:42: Aber dann kann ich dir ein ganz klares Nein geben.
00:08:45: Ich hatte Zweifel!
00:08:46: Ich hatte Kämpfe!
00:08:47: Ich habe mich selbst nicht verstanden und ich habe Entscheidungen getroffen, die mir nicht gut getan haben.
00:08:55: Der Unterschied ist nicht dass ich keine Probleme hatte.
00:08:59: der unterschied ist nur Ich habe irgendwann angefangen hinzusehen.
00:09:04: Und das kannst du auch!
00:09:06: Du musst nicht perfekt sein, du musst nicht alles im Griff haben aber du darfst ehrlich werden mit dir, mit jemandem dem du vertraust Wenn dich diese Folge getroffen hat bleibt nicht allein damit.
00:09:22: Teile sie mit einer Freundin die vielleicht auch gerade kämpft Auch wenn sie es nie zugeben würde.
00:09:29: In der nächsten Folge sprechen wir wieder über etwas, das viele beschäftigt auch wenn man nicht immer offen darüber redet.
00:09:36: Schön dass du wieder dabei warst!
00:09:38: Deine Katrin.
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